6.1 Einzelbüro

Einzelbüro

Einzelbüro

  Arbeitsbereich   Teilfläche

Im Einzelbüro bestehen im Allgemeinen aufgrund der geringen Abmessungen nur wenig Möglichkeiten für die Anordnung der Möbel. Die Arbeitstische können im Fensterbereich aufgestellt werden, so dass eine ungehinderte Sichtverbindung nach außen und eine ausreichende Versorgung mit Tageslicht meist unproblematisch sind. Geeignete Sonnenschutzvorrichtungen an den Fenstern müssen verhindern, dass die Beschäftigten von außen geblendet und die Lesbarkeit der Bildschirmanzeigen durch Spiegelung der Fensterflächen beziehungsweise zu hohe Beleuchtungsstärken beeinträchtigt werden.

Die Gefahr von Direktblendung und von störenden Spiegelungen am Bildschirm durch die Leuchten ist in Einzelbüros mit geringer Breite aufgrund der geometrischen Verhältnisse gering.

In Einzelbüros können die Beschäftigten individuell auf die Beleuchtungssituation Einfluss nehmen, insbesondere über Stufenschaltung oder Dimmen der Leuchten. Jedoch sollten die Beschäftigten über die Bedeutung eines ausreichenden Beleuchtungsniveaus im Raum für ein ergonomisches Arbeiten hingewiesen werden.

Durch eine anwesenheitsabhängige Steuerung der Beleuchtungsanlage kann Energie eingespart werden.

Für die Beleuchtung der Arbeitsbereiche „Lesetätigkeit an Schrank- und Regalflächen“, die sich in Einzelbüros oft im Türbereich befinden, muss eine ausreichende vertikale Beleuchtungsstärke realisiert werden.

In dem dargestellten Beispiel ist der Raum mit einer angewinkelten Tischkombination möbliert. Unterschiedliche Arbeitsaufgaben werden an verschieden Tischbereichen ausgeführt. Am abgewinkelten Tischelement kann auch ein Besucherplatz eingerichtet werden.

Wird ein Gestaltungskonzept angestrebt, bei dem die Leuchten innerhalb des Gebäuderasters gleichmäßig verteilt angeordnet sein sollen, verringern sich die Positionierungsmöglichkeiten der Leuchten im Bezug zum Arbeitsplatz. Dies muss bei der Leuchtenauswahl hinsichtlich ihrer Lichtverteilung (Anteile des Lichtstroms, der direkt beziehungsweise indirekt abgestrahlt wird) berücksichtigt werden.

6.1.1 Einzelbüro – Beleuchtungslösung 1

Einzelbüro - Beleuchtungslösung

Leuchtenplan
Einzelbüro - Leuchtenplan


 
Beleuchtungskonzept Raumbezogene Beleuchtung    
Leuchtentyp: Anbauleuchten mit Mikroprismenabdeckung Leuchtstofflampe, stabförmig 1 x T16

Die Leuchten mit Mikroprismenabdeckung weisen eine gleichmäßige Leuchtdichteverteilung an der Lichtaustrittsfläche auf; die Lampen sind nicht einsehbar. Die Wände werden durch die Leuchten gleichmäßig aufgehellt.

Die Leuchten können wie in diesem Beispiel quer zur Blickrichtung bei der Bildschirmarbeit angeordnet werden. Störende Spiegelungen auf der Bildschirmanzeige, aber auch auf glänzenden Flächen auf dem Arbeitstisch, sind für die gezeigte Arbeitsplatzkonfiguration, aber auch für andere in diesem Raum sinnvoll realisierbare Arbeitsplatzkonfigurationen und -anordnungen weitgehend ausgeschlossen.

Damit ist es möglich, wie in diesem Beispiel, die Leuchten mittig zwischen den Gebäudeachsen anzubringen. Das Gebäude kann so flexibler auch für größere Büros genutzt werden, da Leichtbauwände ohne Veränderung der Leuchtenanordnung versetzt oder entfernt werden können.

Außerdem wird durch die regelmäßige Leuchtenanordnung eine gleichmäßige Beleuchtungssituation des Gebäudes bei Dunkelheit erreicht und die ästhetische Erscheinung des Gebäudes nach außen unterstützt.

6.1.2 Einzelbüro – Beleuchtungslösung 2

Einzelbüro - Beleuchtungslösung

Leuchtenplan
Einzelbüro - Leuchtenplan


 
Beleuchtungskonzept Teilflächenbezogene Beleuchtung    
Leuchtentyp: Wandleuchte
Indirektanteil asymmetrisch Leuchtstofflampe, stabförmig 2 x T16/26
Tischleuchte
Kompaktleuchtstofflampe 1 x TC-L oder TC-DEL/TC-TEL

Die Kombination von ausschließlich indirekt strahlenden Wandleuchten mit einer frei positionierbaren Tischleuchte begrenzt Direktblendung und störende Spiegelungen.

Die Tischleuchte bietet eine individuelle Nutzung des Lichtes.

Durch die Wandleuchten wird die Decke hell ausgeleuchtet und der Raum wirkt höher.

Diese Beleuchtungslösung bietet sich besonders an, wenn aus installationstechnischen oder ästhetischen Gründen – zum Beispiel bei Betondecken – die Deckenmontage von Leuchten nicht möglich ist. Allerdings schränkt die Montagehöhe der Wandleuchten die Möglichkeit ein, höhere Schränke oder Regale aufzustellen.

Hier ist besonders darauf zu achten, dass die Raumdecke nicht zu ungleichmäßig aufgehellt wird. Die Wandleuchten müssen eine asymmetrische, breitstrahlende Lichtstärkeverteilung aufweisen.

6.1.3 Einzelbüro – Beleuchtungslösung 3

Einzelbüro - Beleuchtungslösung

Leuchtenplan
Einzelbüro - Leuchtenplan


 
Beleuchtungskonzept Raumbezogene Beleuchtung    
Leuchtentyp: Lichteinbaukanäle mit Spiegelrasterleuchten Leuchtstofflampe, stabförmig 1 x T16/26

Bei dieser Beleuchtungslösung werden ausschließlich direkt strahlende Leuchten in Lichteinbaukanälen eingesetzt, die parallel zur Fensterfront verlaufen. Die einzelnen Leuchten sind mittig von den Fenstern und somit symmetrisch im Raum angeordnet. Dadurch wird bei eingeschalteter Beleuchtung eine einheitlich harmonische Erscheinung des Gebäudes bei Nacht erzielt. Außerdem ist es bei dieser Anordnung der Leuchten möglich, die Leichtbauwände zu versetzten, ohne die Leuchten neu zu installieren.

Der Arbeitsplatz ist zwischen den Leuchtenbändern angeordnet, so dass bei der Bildschirmarbeit das Licht seitlich einfällt. Direktblendung und störende Spiegelungen werden außerdem durch die Spiegelraster der Leuchte begrenzt.

Der Vorteil dieser Beleuchtungslösung besteht darin, dass aufgrund der ausschließlichen Direktbeleuchtung eine geringe elektrische Anschlussleistung benötigt wird. Die Decke erscheint ohne Tageslicht jedoch relativ dunkel. Die Lichtkegel der Leuchten zeichnen sich an den Wänden ab.