Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten

Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten haben bei der Betreuungsart keine Wahlmöglichkeit. Sie unterliegen der Regelbetreuung.

Wie stelle ich die Regelbetreuung sicher?
Wie ermittle ich die Betreuungsleistungen und Einsatzzeiten von Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit?
Welche gesetzliche Grundlage regelt die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung?
BGN-Handlungshilfen: Regelbetreuung konkret
Weitere Informationen
Der ASD*BGN
Fragen und Antworten zum ASD*BGN

Wie stelle ich die Betreuung sicher?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Regelbetreuung Ihres Betriebes sicherzustellen:

1. Möglichkeit:
Sie beauftragen Dienstleister mit der Betreuung: einen freiberuflichen Betriebsarzt und eine freiberufliche Sicherheitsfachkraft bzw. einen betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Dienst, zum Beispiel den Arbeitsmedizinischen und Sicherheitstechnischen Dienst der BGN (ASD*BGN).

2 Möglichkeit:
Die Betreuung führen der eigene Betriebsarzt und die eigene (in der Regel bei der BGN ausgebildete) Fachkraft für Arbeitssicherheit (Ingenieur/ Techniker/Meister Ihres Betriebes) durch. Betriebe ohne eigenen Betriebsarzt stellen die betriebsärztliche Betreuung über externe Diensteister (Betriebsarzt, betriebsärztlicher Dienst) sicher. Der ASD*BGN bietet die betriebsärztliche Betreuung auch als separate Dienstleistung an, wenn die sicherheitstechnische Betreuung anderweitig durchgeführt wird.

3. Möglichkeit:
Sie wählen keine der beschriebenen Möglichkeiten. In diesem Fall betreut Sie der Arbeitsmedizinische und Sicherheitstechnische Dienst der BGN (ASD*BGN).

Wie ermittle ich die Betreuungsleistungen und Einsatzzeiten von Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Am einfachsten mit dem neuen BGN-Programm zur Umsetzung der DGUV Vorschrift 2.

Betreuungsbedarf nach DGUV Vorschrift 2
Interaktives Programm

Das Programm hilft den Betrieben dabei, die Aufgaben und Einsatzzeiten von Betriebsarzt (BA) und Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa) gemäß der Vorgaben der Vorschrift zu ermitteln und zu dokumentieren.

Für Betriebe der Fleischwirtschaft gibt es zusätzlich jeweils eine branchenspezifische Betreuungsermittlung.

Welche gesetzliche Grundlage regelt die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung?

Die Unfallverhütungsvorschrift „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ (DGUV Vorschrift 2), in Kraft getreten am 31.12.2010, jetzt gültig in der Fassung vom 1.1.2012.

Das Konzept der DGUV Vorschrift 2 sieht eine effektivere und zeitgemäße Regelbetreuung durch Betriebsärzte und Sicherheitsfachkräfte vor. Eine Betreuung, die auf den tatsächlichen Bedarf des einzelnen Betriebes zugeschnitten ist. Das eröffnet dem Unternehmer die Möglichkeit, den Arbeitsschutz wirkungsvoller für die Gestaltung der Arbeits- und Wertschöpfungsprozesse im Betrieb zu nutzen.

Betriebsarzt und Sicherheitsfachkraft unterstützen den Unternehmer dabei, die Arbeitsprozesse störungsfrei, sicher und gesund zu gestalten. Sie helfen, die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Beschäftigten zu erhalten und zu fördern. Die DGUV Vorschrift 2 ermöglicht es dem Unternehmer, die Kompetenzen von Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit flexibler und auf die betriebsspezifische Situation zugeschnitten einzusetzen.

BGN-Handlungshilfen: Regelbetreuung konkret

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Regelbetreuung 
BGN-Broschüre "Regelbetreuung konkret" 
Beispiel: Ermittlung der Grundbetreuung in einem Fleischwarenproduktionsbetrieb mit 510 Beschäftigten  
Beispiel: Ermittlung der betriebsspezifischen Betreuung in einem Fleischwarenproduktionsbetrieb mit 510 Beschäftigten 
Grundbetreuung: Blanko-Formular 
Mustervereinbarung über die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung 
Fachartikel „Update Regelbetreuung“
Fachartikel „DGUV Vorschrift 2 konkret“
Erläuterungen zur DGUV Vorschrift 2 "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" (Kurzvortrag) PDF-Symbol