Gute Luft in der Getränke-Verladehalle

EMISSIONSARME STAPLER – HALLENLÜFTUNG MIT SCHICHTENSTRÖMUNG

Akzente 05/14

Dieselmotoren prägen das Bild in leistungsfähigen Umschlagbereichen – auch in vielen Verladehallen der Getränkeindustrie. Die Abgase von Dieselmotoren enthalten Kohlenmonoxid, Stickoxide und krebserzeugende Rußpartikel. Deshalb muss der Arbeitgeber den Einsatz dieselgetriebener Fahrzeuge und Gabelstapler in ganz oder teilweise geschlossenen Arbeitsbereichen beschränken, wenn – unter Berücksichtigung der erforderlichen Motorleistung oder Tragfähigkeit – dieselbe Aufgabe auch durch schadstoffarme Antriebstechniken, z. B. Elektroantrieb, erfüllt werden kann.

Eine emissionsarme Alternative sind erdgasbetriebene Motoren: nahezu kein Kohlenmonoxid, kein Ruß, weniger Kohlenwasserstoffe und Kohlendioxid, nur geringe Mengen Stickoxide (ein Praxisbeispiel unter: www.bgn.de, Shortlink = 1428).

Getränkehersteller, die auf Stapler mit Dieselmotor verzichten und stattdessen Elektrostapler oder Erdgas-Stapler einsetzen, erhalten beim BGN-Prämienverfahren Punkte.

Prämienpunkte gibt es auch, wenn ein Unternehmen in Hallen mit dieselgetriebenen Staplern (und Fahrzeugen) eine Hallenlüftung nach dem Prinzip der Schichtenströmung umgesetzt hat. Die Schichtenströmung sorgt für frische Luft im bodennahen Bereich der Halle und damit in der Atemluft der Beschäftigten. Die Fahrzeugabgase ziehen in den Deckenbereich ab und werden dort abgesaugt. Genutzt wird die Thermik der heißen Abgase. Sie lässt die Abgase von selbst nach oben zur Hallendecke hin entweichen. Die Frischluft strömt turbulenzarm aus Auslässen im Bodenbereich nach. Dieses Lüftungsprinzip kann immer dann erfolgreich eingesetzt werden, wenn die Gefahrstofffreisetzung mit thermischen Prozessen verknüpft ist (siehe Praxisbeispiel unter: www.bgn.de, Shortlink = 1429). Die bgn berät Sie gerne.

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