7. Einsatz von Heizstrahlern, Katalytöfen

Flüssiggasbetriebene Heizstrahler und Katalytöfen werden zum Heizen bzw. Erwärmen von z.B. Ständen, Zelten und Räumen häufig benutzt. Diese Geräte dürfen aber grundsätzlich nur als Zusatz- und Übergangsheizung bzw. Teilbeheizung eingesetzt werden.

Sicherheitseinrichtungen: Heizstrahler und Katalytöfen sind immer mit einem Druckregelgerät mit integrierter Überdrucksicherheitseinrichtung zu betreiben. Werden Katalytöfen und Heizstrahler in Räumen bzw. in Gebäuden eingesetzt, ist zusätzlich noch eine thermische Absperreinrichtung erforderlich. Diese Einrichtung sperrt im Brandfall die Gaszufuhr selbsttätig ab. Sicherheitseinrichtungen wie Flammenüberwachungseinrichtung (Zündsicherung) und Raumluft-Überwachungseinrichtung (Atmosphärenwächter) sind vom Hersteller bereits bauseitig installiert.

Beispielhafte Sicherheitseinrichtungen am Beispiel eines Katalytofens beim Betrieb in Räumen:

Katalytofen mit Druckregelgerät mit integrierter Überdrucksicherheitseinrichtung und thermischer Absperreinrichtung
Abb. 32: Katalytofen mit Druckregelgerät mit integrierter Überdrucksicherheitseinrichtung und thermischer Absperreinrichtung

Weitere Anforderungen sind die Einhaltung der vom Hersteller in der Bedienungsanleitung angegebenen

Verbrennungsluftversorgung, Abgasabführung: Katalytöfen und Heizstrahler dürfen nur im Freien oder in gut belüfteten Ständen, Zelten oder Räumen benutzt werden. Bei Frischluftmangel verbrennt das Gas sonst nur unvollständig und es bildet sich giftiges Kohlenmonoxid (CO). Wenn die Räume gut belüftet sind, können die Abgase über die Raumluft abgeführt werden. Wann ist aber ein Raum gut belüftet?

Infrarotstrahler im Freien
Abb. 34: Infrarotstrahler im Freien

Beispiel Infrarotstrahler:
Die Benutzung in Wohn-, Büro-, Kellerräumen oder dergleichen ist grundsätzlich verboten! Der Aufstellungsraum muss in der Regel je 1 kW Nennwärmebelastung des Strahlers ein Volumen von mind. 20 m³ haben und gut belüftet sein. Bei einem handelsüblichen Infrarotstrahler mit einer Nennwärmebelastung von 4,3 kW (Abb. 34) ist also ein Raumvolumen von mindestens 86 m³ erforderlich

Beispiel Katalytofen:
Die Benutzung in z.B. Schlaf-, Badezimmern oder in Kellerräumen ist grundsätzlich verboten! Der Aufstellungsraum muss gut belüftet sein und grundsätzlich ein Volumen von mindestens 40 m³ aufweisen. Je nach Leistung des Ofens kann ein deutlich größeres Raumvolumen von mehr als 40 m³ erforderlich sein.

Heizgeräte zur Bautrocknung sind zumeist sehr leistungsstark und benötigen deshalb einen extrem hohen Luftaustausch. Insbesondere deshalb dürfen diese Geräte nur zur Bautrocknung eingesetzt werden - und nicht zur Beheizung von Zelten etc.

Absperreinrichtung: Zur Außerbetriebnahme der Geräte (z.B. Arbeitsschluss, Wechsel der Flüssiggasflasche) muss immer das Flaschenventil der Flüssiggasflasche fest geschlossen werden (Drehrichtung rechts!). Nur dann schaltet das Gerät vollständig ab und beim Flaschenwechsel kann kein unverbranntes Gas aus der Flasche entweichen.

Autor: Hartmann
2015-2-25