5. Aufstellung von Flüssiggasanlagen
(z.B. Flaschen, Schutzbereiche)

Flüssiggasanlagen bestehen aus


Die Flüssiggasanlagen sind so aufzustellen,

erreicht werden. Ständige Beaufsichtigung bedeutet, dass sich mindestens ein Betriebsangehöriger immer in der Nähe der Flüssiggasanlage aufhält.


Abb. 5: Verschließbarer Flaschenschrank mit Lüftungsöffnung


Abb. 6: Beispielhafte Schutzhaube

Flaschenschränke und Schutzhauben müssen aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen, z.B. aus verzinktem Stahlblech. Flaschenschränke sind mit je einer Lüftungsöffnung im Boden- und Deckenbereich von 1/100 der Grundfläche, mindestens jedoch 100 cm², zu versehen.

Aufstellung von Flüssiggasflaschen:

Flüssiggasflaschen müssen aufrecht stehend und standsicher aufgestellt werden. Eine standsichere Aufstellung der Flüssiggasflaschen ist gegeben, wenn die



Grundsätzlich sind Flüssiggasflaschen im Freien oder in einem besonderen Aufstellungsraum aufzustellen, z.B. in einem Raum mit ausreichendem Luftwechsel. Arbeitsräume sollten nach Möglichkeit nicht als Aufstellungsorte gewählt werden.

Wenn jedoch Flüssiggasflaschen in Arbeitsräumen (z.B. Stände, Zelte, Küchen) aufgestellt werden, dürfen sich dort bis 500 m3 sowie für jede weitere 500 m3 Rauminhalt grundsätzlich

befinden. Z.B. zwei angeschlossene Flüssiggasflaschen mit jeweils 11-kg-Füllgewicht oder eine angeschlossene Flüssiggasflasche und eine Reserveflasche mit jeweils 11-kg-Füllgewicht. Unabhängig davon, ob die Flüssiggasflaschen voll, teil entleert oder entleert sind.

Bei Bedarf von mehr Flüssiggasflaschen sind diese außerhalb der Arbeitsräume aufzustellen, z.B. im Freien in verschließbaren Flaschenschränken.

Es dürfen höchstens 8 Flüssiggasflaschen zur gleichzeitigen Gasentnahme angeschlossen werden.

Die Flüssiggasflaschen sind so aufzustellen, dass sie gegen unzulässige Erwärmung geschützt sind. Eine unzulässige Erwärmung des Flüssiggases in der Flasche ist bei mehr als 40 °C anzunehmen. Mindestabstände für Flüssiggasflaschen von 0,7 m zu Heizgeräten können ausreichend sein.

Um zum Entleeren angeschlossener Flüssiggasflaschen ist ein ausreichender Schutzbereich einzuhalten, in dem sich z.B. keine

befinden dürfen.

Bei Entnahme aus der Gasphase sind die Schutzbereiche ausreichend bemessen, wenn bei

folgende Abmessungen mindestens eingehalten werden (Abb. 7):


Abb. 7: Schutzbereiche für Flüssiggasflaschen (Einzelflasche und Batterien mit 2 - 6 Flaschen), bei Entnahme aus der Gasphase

Eines Schutzbereiches bedarf es grundsätzlich nicht

Beispiel: Bei Entnahme aus der Gasphase sind die Schutzbereiche für Mehrflaschenanlagen mit 2 bis 6 Flaschen im Freien ausreichend bemessen, wenn folgende Abmessungen mindestens eingehalten werden (Abb. 8):


Abb. 8: Schutzbereiche für Mehrflaschenanlagen mit 2 bis 6 Flaschen im Freien: 0,5 m um jede Anschlussstelle und kegelförmig bis zum Boden, am Boden r = 1 m

Bei der Benutzung von Flüssiggasanlagen kann gefährliche explosionsfähige Atmosphäre auftreten. Diese Bereiche müssen in Zonen eingeteilt werden. Z.B. tritt beim Flaschenwechsel an Mehrflaschenanlagen gefährliche explosionsfähige Atmosphäre auf. Siehe Informationen und Beispiele zur Zoneneinteilung.

Autor: Hartmann
2015-2-25