15. Einsatz von Einwegbehältern (Gaskartuschen)

Gaskartuschen sind Einwegbehälter. In Gaskartuschen wird Gas (Flüssiggas) unter Druck aufbewahrt. In der Regel sind die Gaskartuschen mit Butan-Popan oder nur mit Butan gefüllt. Die Gaskartuschen werden vom Hersteller einmalig befüllt und sind nach der Entleerung nicht wieder befüllbar.

Die Anstechkartusche wird durch einen Dorn geöffnet (Abb. 51). Dadurch entsteht eine unverschließbare Einstichöffnung. Im Gegensatz dazu besitzt die Ventilkartusche ein Entnahmeventil, das nur öffnet, wenn ein passender Anschluss montiert wird (Abb. 50).

Abb. 50: Beispielhafte Ventilkartusche

Abb. 51: Beispielhafte Anstechkartusche

Der wesentliche Unterschied im Gebrauch besteht darin, dass die Anstechkartusche nach dem Einsetzen in ein Verbrauchsgerät bis zur vollständigen Entleerung im Gerät verbleiben muss. Bei einer vorzeitigen Trennung vom Verbrauchsgerät (→ Trennung der teilentleerten Kartusche vom Verbrauchsgerät) entweicht das in der Kartusche befindliche Gas sofort durch die nicht wieder verschließbare Einstichöffnung. Kartuschen mit Entnahmeventil können dagegen auch teilentleert vom Verbrauchsgerät getrennt werden. Das Entnahmeventil in der Kartusche schließt sich bei der Trennung vom Verbrauchgerät selbsttätig. Der große Vorteil der Ventilkartusche gegenüber der Anstechkartusche ist also flexiblerer und sicherer Einsatz.

Beim Umgang mit Gaskartuschen sind spezifische Gefährdungen zu betrachten, insbesondere:

Austretendes Gas kann bei handelsüblichen Kartuschen ca. 4 m³ explosionsfähige Atmosphäre erzeugen.

Grundlegende Schutzmaßnahmen:

Autor: Hartmann
2015-2-25