Altmaschinen: Nachrüstung?

ältere Bäckereimaschinen

Altmaschinen müssen grundsätzlich so ausgerüstet sein, dass sie sicher betrieben werden können. Anforderungen für das Verwenden von Arbeitsmitteln – unabhängig davon, ob alt oder neu – regelt die Betriebssicherheitsverordnung. Sie sieht vor, dass Arbeitgeber nur solche Maschinen zur Verfügung stellen dürfen, deren Benutzung auch sicher ist. Ist dies nicht der Fall, dann muss eine Altmaschine nach dem Stand der Technik nachgerüstet werden. Bestandschutz gibt es nicht.

Das zentrale Element, um die Sicherheit einer Maschine zu beurteilen, ist die Gefährdungsbeurteilung. Ergibt sich daraus, dass Gefährdungen durch technische Schutzmaßnahmen nach dem Stand der Technik nicht oder nur unzureichend vermieden werden können, muss der Arbeitgeber geeignete organisatorische und personenbezogene Schutzmaßnahmen zu treffen. Ob die Verwendung einer Altmaschine nun sicher ist oder nicht, muss im Einzelfall entschieden werden.

Beispiel Knetmaschinen
Bei Knetmaschinen könnten folgende Mängel Grund für eine Nachrüstung sein:

  1. Knetmaschine ohne Deckel/mit Gitter
  2. Knetmaschinen mit geringerem Abstand als 50 mm zwischen rotierendem Bottich und Maschinengehäuse

Weitere Beispiele für eine notwendige Nachrüstung können Kopfmaschinen oder Abwieger sein, die nur über einen Schutzabstand (Schutzmaß) abgesichert sind.

Falls Sie Fragen zur Nachrüstung Ihrer Altmaschinen haben, wenden Sie sich an Ihre Sicherheitsfachkraft oder Ihre zuständige Aufsichtsperson der BGN.